Der Jahreszeiten Grill –
ein Restaurant zwischen Tee und Steak

Tee und Steak fragen Sie sich erstaunt? Wohl wahr. Denn der Jahreszeiten Grill blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück – sowohl architektonisch als auch kulinarisch. Beginnen wir mit unserem kleinen Streifzug durch die Geschichte des Restaurants, das jetzt so ist, wie es früher mal war! Kompliziert? Keineswegs – aber aufregend und spannend.

Geschichte des Restaurants

Im Jahr 1925 engagiert Friedrich Haerlin, Gründer des Hotels, den Düsseldorfer Architekten Prof. Emil Fahrenkamp und beauftragte ihn mit der Gestaltung von Fest- und Gesellschaftsräumen, von denen einige als Teeräume genutzt werden sollten. Emil Fahrenkamp, der sich mit Haut und Haar dem Zeitgeschmack Art Déco verschrieben hatte, entschloss sich, die Räume modern zu gestalten. 1926 wurde das so genannte „Kasino“ fertig gestellt und als „Tea Room“ eröffnet. Die Zeitschrift „Innen-Dekoration“ widmete damals der Inneneinrichtung eine ausführliche Titelgeschichte.

Die Prunkstücke der neuen Linie waren ein ovaler Teeraum (heute der Ovale Raum), dem sich ein aufwendig gestalteter Kaffee- und Teeraum (heute der Jahreszeiten Grill) anschloss. In der Mitte des Raumes dominierten zwei intarsienverzierte Pfeiler, die von Victor Lurje entworfen wurden und damals als Meisterarbeit der Holz-Einlegekunst angesehen wurden. Auf dem Fußboden erstreckten sich schachbrettartig schwarze und weiße Bodenfliesen und gaben dem Raum jene sachliche Unnahbarkeit, die typisch für die Stilrichtung des Art Déco war. Die Wände waren mit einer dunklen Holzvertäfelung aus kaukasischem Nussbaumholz geschmückt.

Die kühle Eleganz und die strenge Geometrie des Art Déco konnten sich nicht entfalten und gingen in den politischen Wirren, die über Deutschland hereinbrachen, schnell unter. Friedrich Haerlin ließ den Teeraum im Jahr 1933 wieder umgestalten. Er ließ alles, was jemals an die reinen Formen des Art Décos erinnerte „überpinseln“ und ließ die Holzvertäfelung verschalen. Noch heute sind die Einkerbungen der Nägel sichtbar.

Wir drehen die Zeituhr ein bisschen weiter. Im Jahreszeiten Grill ist es gemütlich geworden. Der Grill avancierte zum Refugium der hanseatischen Geschäftswelt. 60 Jahre lang schlummerte der Art Déco-Schatz hinter dem rustikalen Heimatstil. 1995 sollte der Jahreszeiten Grill ein Facelifting bekommen. Die Gemütlichkeit der 70-er und 80-er Jahre hatte ausgedient. Erstaunliches kam zum Vorschein!

Schon immer wurde dem Schwaben Friedrich Haerlin ein gewisser Hang zur Sparsamkeit nachgesagt und diese kam nunmehr dem Jahreszeiten Grill zu Gute. Der smarte Schwabe hatte nichts weggeschmissen und nichts vernichtet. Während der Restaurationsarbeiten kamen Zeitungsartikel aus dem Jahr 1933 zum Vorschein und man vermutete mehr. So rekrutierte man eiligst Fachleute, die sich mit Eifer der Restauration widmeten. Die phantastische Nussbaumvertäfelung wurde vollständig wieder freigelegt. Mit Harzseifen, Fischleimkitt und Schelllack wurde die alte Struktur des Wandpaneaux wieder hergestellt. Flecken wurden mit Aquarellfarben retuschiert. Der offene Grill wurde abgerissen. Eine Sisyphus-Arbeit, die pro Quadratmeter einen Tag in Anspruch nahm. 60 der ehemals 80 Stühle wurden in den Zimmern des Hotels zusammengesammelt. Die Stühle mussten nicht nur aufgearbeitet, sondern auch „zurückgebaut“ werden: Sie waren 1933 zu gemütlichen Sesseln aufgepolstert worden.

Im November 1995 wurde der neue „alte“ Jahreszeiten Grill nach nur zweimonatiger Renovierungszeit wieder eröffnet. Die Säulen, die den Raum in den Zwanziger Jahren schmückten, wurden erst im August 1998 in das Gesamtkonzept des Raumes wieder integriert. Sie wurden während der Nachkriegszeit unwiederbringlich zerstört. Einzig die alten Aufnahmen verblieben der Nachwelt. Aus alten Unterlagen, Fotos und Aufzeichnungen fertigte man neue Aufrisse an. Die floralen und ornamentalen Elemente wurden in Feinzeichnungen rekonstruiert. Fraglich blieb die Wahl der farblichen Gestaltung, für die es keine historischen Hinweise gab. Zur Neugestaltung der Säulen hatte man sich für die so genannte Trompe- l´oeil-Malerei entschieden. Zur Anwendung kamen, nach alten Rezepturen, selbst hergestellte Öllasuren, Pigmente und Patina.

Nehmen Sie sich bei Ihrem nächsten Besuch die Zeit, und lassen Ihre Hand über eine der beiden Säulen gleiten. Sie haben wirklich das Gefühl, man streichelt eine edle Intarsienarbeit, die Sie zurückführt in die Welt der Zwanziger Jahre.

Hier, in genau diesem Ambiente – vielleicht auf diesem Stuhl, hatte Ihr Großvater gesessen, und einen Vertragsabschluss gebührend gefeiert oder Ihrer Großmutter einen Heiratsantrag gemacht. Ist es nicht ein einzigartiges Gefühl, in einem Raum zu dinieren, der sich mit jedem Museum messen kann?

Ein schöneres Restaurant gibt es in ganz Deutschland nicht. Kein Plagiat, kein Nachbau – Art Déco in seiner reinsten Form. Alles echt.

Kulinarisches

Echt sind auch die kulinarischen Genüsse, die Ihnen Simon Stirnal, seit 2009 Küchenchef im Jahreszeiten Grill, zaubert. Die Atlantik Seezunge, goldbraun gegrillt über den Teller lappend, Steak Tatar, meisterlich am Tisch zubereitet mit krossen Bratkartoffeln serviert oder das Filetsteak Diana, kunstvoll flambiert, so dass Ihr Nachbartisch gleich umbestellt.

Dessert? Natürlich darf das süße Ende nicht fehlen. Crèpe Suzette oder hanseatisch klassisch, Beerengrütze mit Vanilleeis oder gar etwas anderes.

Sie haben die Qual der Wahl! Bei Entscheidungsschwierigkeiten steht Ihnen Mâitre Rudolf Nährig mit seinem Wiener Charme und Witz mit Rat und Tat zur Seite.

Maître Rudolf Nährig

Rudolf Nährig ist ein Unikum. Nur, wer sich länger mit ihm unterhält erkennt, wie viele Talente dieser Mann in sich vereint. Er selbst hält sich für nicht so wichtig. „Es geht hier ja nicht um mich, sondern um das Wohl meiner Gäste. Als Oberkellner muss ich mich für meine Gäste interessieren und nicht umgekehrt“, sagt der 58-jährige. Er ist es dennoch, der sowohl mittags als auch abends sein Restaurant, den Jahreszeiten Grill, inszeniert. Er ist Regisseur und Hauptdarsteller zugleich.

Staatsoberhäupter, Wirtschaftsbosse und Hamburger Kaufleute zählen zu seiner Stammkundschaft, die er auch regelmäßig mit handgeschriebenen Grußkarten an bevorstehende Hochzeitstage und Geburtstage erinnert. Und, wenn einer seiner Stammgäste ab und zu den Gang zum Restaurant Doc Cheng’s wagt, so geleitet er die „gnädige Frau“ oder den „gnädigen Herrn“ die Treppen hinunter, nicht aber ohne zu bemerken, dass einmal Speisen im Doc Cheng's®nur mit einem zweimaligen Besuch in seinem Grill wieder gut zu machen ist.

Rudolf Nährig ist seit 1977 im Hotel Vier Jahreszeiten tätig. Seit 1989 leitet er als Oberkellner den Grill und ist dabei selbst ein Hamburger Original geworden. Nun muss man aber wissen, dass der Mann mit den markanten Brillen alles andere ist als ein Hanseat. Als waschechter Wiener verfügt er dennoch über einige Charaktereigenschaften, die auch einem Hamburger Kaufmann nachgesagt werden. Denn dieser würde nicht nur seine Schwiegermutter zum Kauf anbieten – er würde auch liefern – eben wie Rudolf Nährig auch.

Drei Fremdsprachen spricht er fließend. In der klassischen Musik ist er zu Hause und aus dem Ärmel schüttelt er nicht nur Zitate der großen Philosophen dieser Welt, er interpretiert sie auch und setzt sie kontextgerecht und pointiert ein. Er ist ein passionierter Käferfahrer - und sein kleines graues Schmuckstück wurde erst kürzlich aufwendig restauriert – rechtzeitig, denn das Cabriolet hat bereits Oldtimer-Status erreicht.

Jahreszeiten Grill

Anzahl Hauptgänge: 20 von € 14,00 bis € 98,00
Business-Lunch: 1 von € 23,00
Montag bis Sonntag: 12.00 Uhr bis 14.30 Uhr
Montag bis Sonntag: 18.00 Uhr bis 22.30 Uhr
Telefon: + 49 (40) 34 94 33 12




Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Hoteladresse:
Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg
Neuer Jungfernstieg 9 - 14
20354 Hamburg
Germany
Tel: +49 (0) 40 34 94 0
Fax: +49 (0) 40 34 94 26 00
E-Mail: hamburg@fairmont.com
Internet: www.fairmont-hvj.de
  Pressekontakt:
Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg
Judith Fuchs-Eckhoff
Verkaufs- und Marketingdirektorin
Neuer Jungfernstieg 9 - 14
20354 Hamburg
Germany
Tel: +49 (0) 40 34 94 31 80
Fax: +49 (0) 40 34 94 26 10
E-Mail: judith.fuchs-eckhoff@fairmont.com

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